Das ist nichts für schwache Nerven: sich über schmale Felsvorsprünge am Berg entlang tasten, fast senkrechte Hänge hinauf klettern, zerklüftete Kämme überqueren - und das alles in knapp 2500 Metern Höhe. Der Klettersteig in St. Anton am Arlberg ist ein alpines Abenteuer der Extraklasse. Wer sich der knapp drei Kilometer langen Strecke mit einmaligem Ausblick über die Alpen stellen möchte, muss schwindelfrei und ausdauerstark sein - und eine komplette Klettersteigausrüstung inklusive Helm haben.
Der St. Antoner Klettersteig gehört zu den fünf schönsten, aber auch anspruchsvollsten Touren der Alpen. Um die Knochenjochspitze, die Lisunspitze, die Haizähne und die Weißschrofenspitze zu überwinden, sollten Kletterer vier bis sechs Stunden einplanen. Ein 2000 Meter langes Stahlseil, 1050 Seilklemmen und 500 Haken helfen ihnen, den Weg am Fels zu meistern.
Auch erfahrenen Alpinisten empfiehlt es sich, den Steig mit einem ortskundigen Bergführer zu gehen. Die Ausblicke sind atemberaubend: Das Panorama reicht von den Lechtaler und Allgäuer Alpen im Norden über die Stubaier und Ötztaler Alpen bis hin zur Verwallgruppe und zur Silvretta. Rätikon und Piz Kersch, die im Herzen Graubündens liegen, vervollständigen das Ensemble in südlicher Richtung.
Den Einstieg in den St. Antoner Klettersteig erreicht man am schnellsten von der Seilbahnstation Valluga-Grat oder von der Bergstation der Sesselbahn Kapall aus.
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