Hochprozentiges Obst Osttirol ist nicht nur das Land der höchsten Berge in Österreich. Es ist auch jener Landesteil mit den meisten Sonnenstunden im Jahr.
Eine Auswahl an Osttiroler Schnapsspezialitäten!
Beste Voraussetzung für die Reifung aromatischer Äpfel und Birnen, dem Rohstoff für einen ganz besonderen Edelbrand.
Schnapsbrennerdorf Dölsach
An den sonnigsten Hängen des Drautal liegt die Gemeinde Dölsach mit ihren umliegenden Weilern Stribach, Gödnach, Görtschach und Göriach. Hier hat das Schnapsbrennen Tradition, in der Gemeinde gibt es über 40 bäuerliche Schnapsbrenner. Warum, das ist leicht erklärt: die Dölsacher verfügen über ausgezeichnetes „Rohmaterial“.Die sonnenseitige Lage ist für den Obstbau ideal. Äpfel und Birnen brauchen zum saftigen Ausreifen lange Sonnentage und kühle Nächte. Und genau diese Bedingungen hat das Osttiroler Klima zu bieten. Auch viele anderen Obstsorten gedeihen und reifen im „mediterranen“ Osttiroler Klima ganz hervorragend.
Niemand kann sagen, wann in Osttirol mit der Schnapsbrennerei begonnen wurde. Seit dem Brennrecht von Kaiserin Maria Theresia hat jeder Bauernhof das Recht 300lt. Schnaps pro Jahr zu produzieren. Schnaps gebrannt wurde aber sicher früher schon. Es war Jahrhunderte lang die einzige Möglichkeit, zu Alkohol zu kommen, einerseits als Medizin andererseits natürlich zum Trinken.
International ausgezeichnete Edelbrände
Heute werden in Osttirol international anerkannte und prämierte Edelbrände hergestellt. Einige bäuerliche Betriebe haben sich sogar ganz auf diese Sparte spezialisiert. Sie verfügen über eigene Verkostungs- und Verkaufsräume, in denen der Gast jederzeit gerne willkommen ist. Aber auch bei den anderen Dölsacher Bauern ist es durchaus üblich, ganz ungeniert vorbeizukommen und sich das Sortiment vorführen zu lassen. Mit ein wenig Glück erhält man auch gleich eine Führung durch den Hof und die Brennerei. Natürlich wird sich der Hausherr oder die Hausherrin freuen, wenn dann auch etwas gekauft wird. Zu haben sind unterschiedlichste Obstbrände, von Apfel und Birne über Holunder, Kirsche, Marille, Quitte, Vogelbeere bis zur Zwetschke.
Die Kunst des Schnapsbrennens
Schnapsbrennen ist eine Kunst, die viel Fingerspitzengefühl erfordert. Die richtige Obstmischung für die Maische, die richtige Temperatur und Geschwindigkeit beim Brennen, die exakte Trennung des ungenießbaren Vor- und Nachlaufs vom edlen Mittellauf – all das erfordert viel Erfahrung. Die Dölsacher Bauern geben ihr Wissen von Generation zu Generation weiter, besuchen aber auch Verkostungen und Weiterbildungsseminare außerhalb Osttirols.
Der Edelbrand heißt nicht Brand, weil er im Hals brennt, sondern weil er gebrannt wurde. Grundsätzlich erkennt man einen guten Edelbrand daran, dass er deutlich nach dem Obst schmeckt, aus dem er hergestellt wurde. Die Kunst des Schnapsbrennens besteht darin, den Geschmack des Obstes in den Schnaps zu bringen. Der Schnaps kann deshalb immer nur so gut sein wie das Obst, dass verarbeitet wurde.
Der Herr der Schnäpse
Der unumstrittene König der Osttiroler Schnäpse ist der „Pregler“. „Pregeln“ bedeutet „sieden, kochen“ und bezeichnete das Schnapsbrennen ganz allgemein. Früher wurden Schnäpse vom Bauern deshalb generell Pregler genannt. Heute versteht man unter Pregler einen Edelbrand aus einem Gemisch von Apfel und Birne mit einem Alkoholgehalt von mindestens 39% und maximal 45%. Und noch ganz wichtig: aus Osttirol muss er sein. Denn der Name Pregler ist geschützt und nur Destillate deren Rohstoff aus Osttirol kommt und die in Osttirol destilliert und fertiggestellt werden, dürfen diese Bezeichnung tragen. Der Verein der Osttiroler Preglerbauern achtet streng darauf, dass diese Richtlinien eingehalten werden. Seinen Sitz hat er übrigens in Dölsach und sein Vorsitzender ist der Dölsacher Bürgermeister, selbst begeisterter und ausgezeichneter Schnapsbrenner.
Reklame:
|