Wer träumt nicht davon, ein Goldnugget als sein Eigen zu bezeichnen? Wer möchte nicht den Wert eines Goldstückes in seinen Händen spüren? Wer also ist nicht interessiert an reinem, ursprünglichem und wertvollem Gold?
Das 17. und 18. Jahrhundert war die große Zeit der Goldwäscher in Rauris. Infolge der zurückgegangenen Bergbautätigkeit versuchten viele ehemalige Knappen ihr Glück als Goldwäscher. Darüber hinaus war das Goldwaschen ein willkommenes bäuerliches Nebengewerbe. Durch mannigfaltige mechanische und chemische Vorgänge, wie Zerkleinerung des Gebirgsschuttes, durch Wasserkraft oder Oxydation des goldhaltigen Kupfer-, Arsen- und Schwefelkieses wurde in den Flussbetten Gold frei. Speziell in Flussbiegungen oder unterhalb von Stromschnellen reicherten sich diese Goldflitter und –körner gemeinsam mit anderen Mineralien hoher Dichte an.
Dies ist auch der Grund, warum jeden Sommer im Raurisertal das Goldfieber ausbricht; es ist einfach für jeden Schatzsucher eine willkommene Gelegenheit. Mehr als 1000 Jahre lang, bis 1927, wurde in Kolm-Saigurn am Fuße des Hohen Sonnblicks das edle Tauerngold systematisch abgebaut (auch der Film Tauerngold spielt in Rauris!). Jetzt ist das Goldwaschen zur erfrischenden Freizeitaktivität für Urlauber und Einheimische in Rauris geworden. Jährlich finden in diesem Tal auch deshalb die Staatsmeisterschaften und alle 10 Jahre die Weltmeisterschaften statt.